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  Skisport im SPORTVEREIN 53 RÖTHENBACH


Die Ära des Skisports in Röthenbach begann 1951 mit dem Bau der „Schanze der Zukunft“ im Weißeritztal (Borberg) durch den Frauensteiner Kunstmaler Hans Neubert. Schnell entdeckte eine Vielzahl Röthenbacher ihre Begeisterung für diesen Sport und verursachte einen enormen Aufschwung im Vereinsleben. Anfangs musste jeder Sportler seine Skiausrüstung selbst bezahlen, bis schließlich nach erfolgreicher Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben des DTSB die verdienten Prämien zum An-kauf von Skimaterial ausreichten. 1956 war die Sportgemeinschaft Röthenbach dann erstmals Ausrichter der Kreismeisterschaften im Nordischen Skisport. Zwei Jahre darauf starteten die ersten Sportler für unsere Sportgemeinschaft bei den DDR Meisterschaften im Nordischen Skisport in Altenberg.

In den 70er Jahren wurde ein regelmäßiger Trainingsbetrieb im Nachwuchsbereich installiert. Zur Begeisterung bei den Kindern gesellten sich bald auch nachhaltige Erfolge. Die SG Röthenbach wuchs vor allem im Spezialsprunglauf im Bezirk Dresden rasch zu einer festen Größe heran, wodurch wir die offizielle Auszeichnung als Trainingszentrum vom Verband erhielten. 1975 begannen wir mit dem Bau der „Grundschanze“ im Dorfzentrum. Sogar das „Deutsche Sportecho“ berichtete damals in einem Artikel über die Sportgemeinschaft und den so genannten „Holzbock“.
Nicht zuletzt dadurch gewannen die volkssportlichen Aktivitäten im Verein weiter an Aufwind. So zählten über Jahre die Röthenbacher Sportler zu den Teilnehmern an Massenskiläufen, wie dem Kammlauf Sayda-Nassau, dem Georg-Schumann-Gedächtnislauf, dem Osterzgebirgslauf, dem Kammlauf in Nove Mesto sowie dem bereits damals legendären Isergebirgslauf.

1980 erwarben wir nach zähem Ringen mit dem DTSB endlich ein eigenes Transportfahrzeug für die Aktiven. Damit waren für unsere Sportler konkurrenzfähige Trainingsbedingungen bzw. Fahrten zu überregionalen Wettkämpfen möglich. Für den Nachwuchs errichteten wir zusätzlich eine 10m-Schanze direkt neben dem Bakken der Grundschanze. Nicht zuletzt durch diese kontinuierliche Verbesserung der Trainingsbedingungen erkämpften unsere Sportler bald republikweit hervorragende Platzierungen im Spezialsprunglauf. Einige von Ihnen schafften sogar den Sprung an die Kinder- u. Jugendsportschule nach Klingenthal.

Mit dem politischen Umbruch konnte jedoch der kostenintensive Leistungssport nicht mehr aufrechterhalten werden. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr des 40-jährigen Ver-einsbestehens wurde schweren Herzens der Abriss der Grundschanze beschlossen. Selbst die Delegierung unseres damaligen Topathleten in die gesamtdeutsche Juniorenauswahl der Skispringer konnte das Ende des Leistungssports in unserem Verein nicht aufhalten.

Wahre Enthusiasten lassen sich aber selbst von solchen Rückschlägen nicht entmutigen. Der Skisport ist nach wie vor eine feste Größe in unserem Vereinsleben. Mit den regelmäßigen Teilnahmen an großen Volksläufen wie dem Engadin Skimarathon oder dem König-Ludwig-Lauf bleiben wir dem Wintersport bis heute treu.

 

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 05. September 2010

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